Liebes Tagebuch 28
Mann, was für ‘ne Woche! Ich schwöre, diese Englisch-Sache bringt mich noch um den Verstand. Aber von vorne:
Also, Franz und ich hatten gestern unsere Online-Stunde mit Christine. Franz war natürlich wieder mal Mister Cool (wie macht er das?). Der Typ könnte wahrscheinlich sogar im Schlaf Englisch reden, ich schwör’s.
Jedenfalls plappere ich fröhlich drauf los und erzähle Christine: “We’re really looking forward to the shooting next week.” Ich wollte ja nur sagen, dass wir neue Fotos machen. Aber Christine guckt plötzlich, als hätte ich gesagt, wir planen einen Banküberfall.
Dann erklärt sie uns, dass “Shooting” auf Englisch ‘ne ganz andere Nummer ist. Die denken da an Ballerei und so. Boah, wie peinlich! Stellt dir mal vor, ich hätte das ‘nem echten Ami oder Briten an den Kopf geknallt. Die hätten bestimmt die Polizei gerufen.
Franz fand’s natürlich super witzig. Der hat sich weggeschmissen vor Lachen. Aber weißt du was? Ich auch! Ich meine, wie absurd ist das denn? Da denkt man, man ist voll international unterwegs mit seinem Denglisch, und dann sowas.
Christine meinte, wir sollen “photo shoot” sagen. Klingt irgendwie weniger cool, aber immerhin ruft keiner das SEK, wenn ich das sage.
Fazit des Tages: Englisch ist echt ‘ne Tücke. Aber was soll’s, lieber jetzt blamieren als später vor Kunden, ne? Und mal ehrlich, gelacht haben wir auch. Vielleicht wird das mit dem Englisch ja doch noch was. Aber für’s Erste heißt es wohl: Weniger Denglisch, mehr echtes Englisch.
Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Greta vs. die englische Sprache.
Deine Greta


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