
Business-Englisch: Warum erfahrene Profis auf Englisch plötzlich vorsichtig klingen
Diese Woche habe ich mit Sandra gesprochen. Sie ist seit Jahren Mentorin, und im Deutschen hört man das in jedem Satz: klar, ruhig, präsent. Dann habe ich sie auf Englisch gefragt, was sie eigentlich macht.
„I’m a mentor for… side partners?” Halb Aussage, halb Frage, mit einem Fragezeichen am Ende, das da nicht hingehört. Ein kleiner Moment, und ein sehr typischer.
Mit Vokabeln hat das wenig zu tun. Sandra hört sich beim Sprechen selbst zu. Sag ich das richtig? Klingt das professionell? Gibt es ein besseres Wort dafür? Diese drei Fragen kosten genau die Aufmerksamkeit, die sonst beim Gegenüber wäre, und deshalb klingt jemand vorsichtiger, als sie es ist.
Warum ausgerechnet die Vorstellung so schwerfällt
Im Deutschen trägt oft schon die Berufsbezeichnung. „Ich bin Mentorin” reicht, den Rest denken die anderen mit. Im Englischen erwartet Ihr Gegenüber innerhalb weniger Sekunden drei Dinge: wem Sie helfen, wobei, und warum das für die Person vor Ihnen zählt. Wer mit „I am…” beginnt, hat den Titel gesagt und noch nichts erklärt. Genau da entsteht die Pause.
Was Sandra geändert hat
Sie brauchte keinen besseren Titel, nur einen Satz: „I help people turn their side business into real income.“
Kein Fachwort, keine Übersetzungsarbeit. Und plötzlich war sie im Gespräch wieder die, die sie im Deutschen auch ist.
Die Struktur dahinter trägt fast immer: I help [wem] [wobei] so they can [Nutzen].
„I help German professionals speak clear English so they can lead meetings without second-guessing every word.“
Ein Satz, ein Atemzug. Wenn Ihr Gegenüber sofort versteht, worum es geht, ist Ihr Englisch gut genug.
Worum es eigentlich geht
Diese Unsicherheit ist selten grammatischer Natur, sie hat mit dem Selbstbild zu tun. Im Deutschen klingen Sie wie Sie selbst. Im Englischen kommt eine kleinere, vorsichtigere Version von Ihnen im Raum an. Über Ihre Kompetenz sagt das nichts. Es heißt nur, dass Ihre Sprache und Ihr Selbstbild noch nicht dieselbe Größe haben.
Starkes Englisch ist stimmiges Englisch. Wenn Sie sich das nächste Mal auf Englisch vorstellen, ersetzen Sie die Frage „Wie sage ich das richtig?” durch „Was soll ankommen?” Der Unterschied ist hörbar.
Genau daran arbeiten wir im 1:1 Englisch Training – an Ihren echten Gesprächen, angefangen bei dem einen Satz, mit dem Sie sich vorstellen. Wie das in Ihrem Fall aussehen würde, besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.


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