
Wie Englisch-Coaching bei mir wirklich aussieht (Spoiler: kein Grammatikbuch in Sicht)
Wenn Sie „Englisch-Coaching” hören, was taucht da vor Ihrem inneren Auge auf? Ein Whiteboard, ein strenger Blick über die Brille, jemand, der zum 437. Mal Ihr Present Perfect korrigiert? Das Bild hält sich hartnäckig.
Falls Sie schon einmal gedacht haben: „Ich warte lieber, bis mein Englisch besser ist, bevor ich im Meeting etwas sage, mich bewerbe oder beim Networking aufhöre, so zu tun, als wäre ich gerade auf dem Weg zur Toilette” – dann lesen Sie weiter.
Wie eine Session tatsächlich anfängt
Zoom-Raum, eine trinkt Kaffee, der andere kämpft noch mit dem Mikro. Normalerweise arbeite ich mit einer Person, manchmal legt eine Firma zwei Kolleginnen und Kollegen zusammen, so wie an diesem Tag. Dann reden wir. Kein Skript, kein Arbeitsblatt.
Neulich erzählte jemand stolz von einem „exhibitionist” auf einer Messe. Gemeint war der Aussteller, der exhibitor. Ich habe fast meinen Tee verschüttet, und alle im Raum haben trotzdem sofort verstanden, worum es ging. Genau darum geht es: Die Idee kam an, die Verbindung war da. Das Wort haben wir hinterher geklärt, in zehn Sekunden, und vergessen wird es jetzt niemand mehr.
Was ich nicht mache
„He didn’t had…“, „I have forget to ask…” Solche Sätze fallen, und meistens sage ich in dem Moment nichts. Im Business zählt zuerst, ob Ihre Botschaft ankommt. Wenn ein Fehler wirklich stört, weil er die Aussage verändert, schauen wir gemeinsam darauf. Ohne roten Stift, ohne erhobenen Zeigefinger.
Auch das Zögern korrigiere ich nicht. „Ähm, wie sagt man das nochmal“, „Moment, ich fange nochmal an” – das ist kein Versagen, sondern ein Kopf, der arbeitet. Muttersprachler:innen machen es genauso, sie merken es nur nicht mehr.
Woran wir arbeiten
An Ihren Projekten, Ihren Meetings, Ihrer Welt. So kommen Begriffe wie error culture, stock exchange oder flat hierarchy in Ihren aktiven Wortschatz, weil Sie sie tatsächlich brauchen. Sie brauchen keine hundert Wörter pro Woche. Sie brauchen zehn, die Sie benutzen.
Und wir reden über anderes: Energielevel, holprige Elevator Pitches, die Frage, ob man sich beim Networking eigentlich wohlfühlen muss. Ihre Menschlichkeit ist auf Englisch kein Hindernis, sie ist der Teil, den man Ihnen abnimmt.
Die Fragen, aus denen die besten Momente entstehen
„Ist chef richtig oder heißt das boss?” „Kann ich sagen grow up the company?” „Today oder nowadays?“
Solche Fragen zeigen, dass jemand mitdenkt. Nebenbei fallen dabei die falschen Freunde auf, die im Kopf jahrelang unbemerkt mitlaufen: chef ist der Koch, actual heißt tatsächlich und nicht aktuell, eventually heißt am Ende und nicht eventuell. Was Sie einmal mit einem Schmunzeln entdeckt haben, verlieren Sie nicht wieder.
Was Sie mitbringen
Keinen perfekten Satz. Nur die Bereitschaft, einfach mal zu reden, in einem Raum, in dem nichts davon abhängt.
Wenn Sie sehen wollen, wie sich das für Sie anfühlt: Das kostenlose Erstgespräch ist im Grunde schon eine kleine Session. Mehr zum Ansatz steht auf der Seite 1:1 Englisch Training.


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