Sechs Strategien, wenn Ihnen ein Wort auf Englisch nicht einfällt

Sie sitzen im Meeting und suchen ein Wort. Es ist da, irgendwo, aber es kommt nicht. Der Satz steht still, und je länger er steht, desto weniger fällt Ihnen ein. Warum das passiert, habe ich hier beschrieben. Hier geht es um das, was Sie in diesem Moment tun können.

Sechs Wege, alle sofort einsetzbar.

1. Nehmen Sie das verwandte Wort

Sie brauchen nicht das treffende Wort, Sie brauchen ein Wort, das trägt.

  • Statt delighted: I’m very happy about this.
  • Statt to terminate: to end the contract.
  • Statt feasible: possible.

Weniger elegant, sofort verstanden. Und im internationalen Meeting kommt das einfachere Wort ohnehin besser an.

2. Sagen Sie das Gegenteil und setzen Sie „not” davor

  • Sie suchen unrealistic: That’s not realistic.
  • Sie suchen reluctant: They’re not very keen.
  • Sie suchen insufficient: That’s not enough.

Das ist keine Notlösung. Im Englischen ist diese Form ausgesprochen üblich und klingt sogar etwas diplomatischer als das direkte Wort.

3. Beschreiben Sie, was die Sache tut

Nehmen Sie ein einfaches Wort und ergänzen Sie mit for oder einem Nebensatz. Genau so erklären Muttersprachler Begriffe, die ihr Gegenüber nicht kennt.

Kündigungsfrist → the time you have to tell us before you end the contract
Abnahme → the moment the customer says the work is finished
Lieferengpass → a problem getting the parts we need

Drei Sekunden länger, und alle im Raum wissen, worum es geht. Auch die, die das Fachwort nicht kannten.

4. Fangen Sie mit der Kategorie an

Wenn Ihnen gar nichts einfällt, sagen Sie zuerst, worum es überhaupt geht: There’s a legal issue here. This is about the schedule. Der Rest kommt, während Sie sprechen, und Ihr Gegenüber hilft oft mit dem Wort aus.

5. Nehmen Sie die Hände dazu

Das Gestikulieren sei unprofessionell, ist ein Mythos. It’s about this big. You press it like this. Hände machen Ihre Botschaft schneller klar als jede Vokabel, und im Video-Call funktionieren sie genauso.

6. Fragen Sie einfach

Die unterschätzteste Strategie: What’s the word for this? Oder direkt: In German we say Kündigungsfrist — what do you call that?

Das wirkt nicht unsicher. Es wirkt wie jemand, der das Thema so gut kennt, dass ihm nur die Vokabel fehlt. Und wenn im Raum noch andere Nicht-Muttersprachler sitzen, haben Sie gerade drei Leuten geholfen, die dasselbe Wort nicht wussten.

Der Unterschied ist hörbar

Vergleichen Sie: Uh… um… I’m looking for… wait… what’s the word… uh…

Und: There’s a legal point I want to raise — the time you have to tell us before you end the contract. What do you call that in English?

Die zweite Version ist kein schlechteres Englisch. Sie ist eine gelungene Kommunikation und dazu ein souveräner Auftritt. Das Wort lernen Sie danach in zehn Sekunden, und dann sitzt es für immer, weil Sie es gebraucht haben.

Wenn Sie das üben wollen, bevor es ernst wird: Die Speak Easy Sessions sind kostenlos, eine halbe Stunde, ohne Tagesordnung.

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