
Global English statt Buzzwords: Was Markus im Meeting lernte
Nennen wir ihn Markus. Es gibt ihn nicht, aber ich habe mit genug Menschen wie ihm gearbeitet, dass ich seine Folie vor mir sehe: „Operational Optimisation Synergies“, darunter drei Unterpunkte, unten rechts Folie 4 von 22.
Markus präsentiert in einem Call mit Kolleginnen und Kollegen aus Singapur, Polen und Frankreich. Er ist vorbereitet, er weiß genau, wovon er spricht. Nach der Folie kommt eine Frage, mit der er nicht gerechnet hat: „Could you explain that in simpler terms?„
Nichts daran ist dramatisch. Niemand ist unhöflich, keiner lacht. Die Idee ist nur nicht angekommen, und Markus weiß im ersten Moment nicht, warum.
Warum kluge Leute kompliziert schreiben
Markus hat über Jahre gelernt, dass anspruchsvolle Sprache nach Kompetenz klingt. Er hat sich die Ausdrücke angeeignet, die in Strategie- und Beratungsrunden ständig fallen, er hat an jedem Satz gefeilt, und für eine dreizeilige E-Mail brauchte er eine halbe Stunde. In seinem Kopf war das professionell.
Der Haken zeigt sich erst international. In einem Raum, in dem Englisch für alle die zweite oder dritte Sprache ist, kostet jedes unnötig schwere Wort die anderen einen Moment Übersetzungsarbeit. Ein paar Momente lassen sich überbrücken. Zwanzig nicht.
Drei Glieder
Eine irische Kollegin zeigt ihm nach dem Meeting ihre Notizen. Da steht: „Cut costs here → Save 20% → More budget for R&D.„
Was, Ergebnis, Nutzen. Mehr steht da nicht, und mehr braucht es auch nicht. Markus‘ Version desselben Gedankens hatte vier Zeilen und zwei Substantivketten.
Abends geht er seine alten E-Mails durch. „As per my last communication„, wo „as we discussed“ gereicht hätte. Er hat geschrieben, um zu beeindrucken. Verstanden zu werden kam an zweiter Stelle, ohne dass ihm das je bewusst gewesen wäre.
Was sich ändert
Eine Woche später beginnt er mit „Here’s how we save money.“ Einfache Folien, klare Verben, keine synergies. Die Kollegin aus Frankreich sagt: „Now that makes sense.“
Markus klingt seitdem klarer und dadurch kompetenter. Einfacher klingt er nicht; seine Ideen ertrinken nur nicht mehr in Wörtern, die außerhalb seiner Branche kaum jemand benutzt.
Probieren Sie es aus
Nehmen Sie Ihren letzten komplizierten englischen Satz, aus einer Mail oder einer Präsentation, und schreiben Sie ihn als Kette: Was → Ergebnis → Nutzen. Drei Glieder, kurze Wörter. Sie werden sehen, wie viel Sie streichen können, ohne dass etwas fehlt.
Die Frage dahinter ist unbequemer: Schreiben Sie, um zu beeindrucken, oder um verstanden zu werden?
Warum ich überhaupt auf Global English setze, steht in Warum Global English im internationalen Business entscheidend ist. Wenn Sie das an Ihren eigenen Folien, Mails und Meetings durchgehen wollen, ist das genau die Arbeit im 1:1 Englisch Training – der schnellste Weg zu einer Einschätzung ist das kostenlose Erstgespräch.
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