Kopf leer, Herz rast – und plötzlich ist Ihr Englisch weg

Sie kennen die Situation vielleicht:

Sie sitzen in einem Meeting, alle Augen sind auf Sie gerichtet. Jemand stellt Ihnen eine ganz einfache Frage auf Englisch. Und plötzlich passiert es: Ihr Kopf ist leer. Ihr Herz rast. Ihre Gedanken sagen: „Jetzt bloß keinen Fehler machen!” – und genau in diesem Moment sind die Worte verschwunden.

Das Verrückte daran: Sie können Englisch. Sie haben es gelernt, Sie verstehen die anderen, Sie lesen Mails und Fachtexte ohne Probleme. Aber sobald Sie sprechen sollen, blockiert Ihr Kopf.

Warum passiert das?

Das hat weniger mit Ihrem Wissen zu tun als mit Ihrer Stressreaktion. Ihr Körper schaltet in den „Alarmmodus“: Herzschlag hoch, Hände vielleicht etwas feucht, der Kopf auf Flucht programmiert. In diesem Moment greift Ihr Gehirn nicht auf Ihr Sprachwissen zu, sondern denkt nur: „Überleben!”

Die Folge: Sie suchen nach Worten, die eigentlich längst da sind – und finden sie nicht.

Das Problem ist nicht Ihr Englisch

Viele meiner Klient:innen glauben dann: „Ich muss einfach noch mehr Vokabeln lernen.“ Oder: „Mein Englisch ist einfach zu schlecht.“ Doch die Wahrheit ist: Ihr Englisch ist nicht das Problem. Das Problem ist der Zugriff darauf – unter Druck.

Was hilft in solchen Momenten?

Hier drei kleine Schritte, die Sie sofort entlasten können:

  • Atmen und Zeit gewinnen. Erlauben Sie sich, kurz Luft zu holen. Ein Satz wie „That’s a good question“ verschafft Ihnen Sekunden, in denen Ihr Kopf nach den richtigen Worten suchen kann.
  • Einfach statt perfekt. Vergessen Sie lange, komplizierte Sätze. Sagen Sie lieber klar und kurz, was Sie meinen. Ihr Gegenüber wird Sie besser verstehen – und Sie selbst fühlen sich sicherer.
  • Üben im kleinen Rahmen. Sprechen Sie Englisch nicht nur in wichtigen Meetings. Schaffen Sie sich sichere Räume, in denen Fehler egal sind. Genau dafür gibt es meine Speed Networking Sessions: kurze Gespräche ohne Druck, die Ihnen Routine geben.

Sie sind nicht allein

Fast jede:r, der oder die in einer zweiten Sprache spricht, kennt dieses Gefühl: plötzlich blockiert zu sein. Es bedeutet nicht, dass Sie unfähig sind. Es bedeutet nur, dass Ihr Kopf und Ihr Herz unter Druck noch lernen dürfen, auf das zuzugreifen, was längst da ist.

Und genau das ist möglich.

Denn gutes Englisch heißt nicht, perfekte Grammatik im Kopf zu haben.

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