
“Woher weiß ich, ob mir Englisch fehlt oder nur der Zugriff darauf?”
Der einfachste Test ist der Druck. Wenn Ihr Englisch beim Schreiben, Lesen und Vorbereiten gut funktioniert, aber im schnellen Gespräch plötzlich wegbricht, fehlt Ihnen selten das Wissen. Der Zugriff darauf wird schwierig, sobald Sie spontan reagieren müssen.
Machen Sie die Probe mit dem Druck. Wenn Sie in Ruhe schreiben, einen Text lesen oder ein Gespräch vorbereiten und Ihr Englisch dabei deutlich besser funktioniert als im schnellen Meeting, ist das Wissen vorhanden. Es wird nur schwerer erreichbar, sobald Sie spontan reagieren müssen.
Umgekehrt: Wenn Ihnen auch in ruhigen Situationen häufig die passenden Wörter fehlen, wenn Sie bestimmte Strukturen nicht durchschauen oder beim Schreiben immer wieder an denselben Stellen hängen bleiben, dann fehlt an diesen Stellen tatsächlich noch Englisch. Echte Lücken verschwinden nicht, wenn der Druck sinkt.
Oft ist es beides. Sie haben mehr Englisch, als Sie unter Druck abrufen können, und daneben gibt es Lücken, an denen sich gezielt arbeiten lässt.
Die Einschränkung
Deshalb steht am Anfang bei mir ein echtes Gespräch und kein Einstufungstest. Im Gespräch zeigt sich, was ein Raster nicht abbildet: an welchen Stellen wirklich etwas fehlt und wo Sie nur den Zugriff darauf verlieren.


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