
Warum Global English im internationalen Business entscheidend ist
Als englische Muttersprachlerin habe ich einen unfairen Vorteil. Ich wurde in die Sprache hineingeboren, die zur Weltsprache geworden ist, und musste nie mit Phrasal Verbs oder stummen Buchstaben kämpfen.
Gerade deshalb glaube ich an Global English. Viele Englisch-Coaches setzen noch immer auf makelloses Britisch oder Amerikanisch, samt komplizierter Redewendungen (idioms) und Slang, den selbst Muttersprachler oft nicht verstehen. Für einen Abend im Londoner Pub mag das unterhaltsam sein. In einem Meeting mit Kolleg:innen aus China, Mexiko und Frankreich ist es vor allem unpraktisch.
Global English statt unnötig kompliziertem Englisch
Klassisches Englisch orientiert sich strikt an Muttersprachlern: Redewendungen wie „piece of cake“, eine „akzentfreie“ Aussprache, Insiderwissen über Kultur und Humor. Global English stellt eine einzige Frage: Versteht mich jeder?
Der Unterschied zeigt sich in den kleinen Entscheidungen:
- „it’s easy“ statt „a piece of cake“
- „find creative solutions“ statt „think outside the box“
- klare Begriffe statt Floskeln, die man kennen muss
Wenn ich indisches, deutsches oder polnisches Englisch höre, höre ich keine „Fehler“, sondern gelungene Kommunikation. Entscheidend ist nicht, ob jemand klingt wie ich, sondern ob er verstanden wird, ob in Mumbai oder Marseille.
Was Global English Ihrem Business bringt
Die meisten internationalen Gespräche auf Englisch finden heute zwischen Nicht-Muttersprachlern statt. Klare Formulierungen kommen da besser an als geschliffene Floskeln. Das macht Meetings effizienter, spart Zeit und beugt Missverständnissen vor.
Und es nimmt Druck raus. Sie müssen nicht wie ein Muttersprachler klingen. Sie müssen klar verstanden werden, vom ersten Satz an. Das ist nicht nur leichter, es führt auch zu echten Verbindungen: zu Kolleg:innen, die handeln, statt nur höflich zu nicken.
Was das fürs Lernen heißt
Verständlichkeit wiegt schwerer als Perfektion, und das gilt für alle, mich eingeschlossen. Auch als Muttersprachlerin lerne ich dazu: besser zuhören, verschiedene Aussprachen und Ausdrucksweisen verstehen und schätzen. Global English ist keine Sprache, die einigen gehört und von anderen geliehen wird. Sie ist eine gemeinsame Ressource.
Fazit
Deshalb glaube ich an Global English – nicht, weil es meine Sprache ist, sondern weil es unsere ist. Im internationalen Business zählt vor allem eines: dass Ihre Botschaft vom ersten Satz an klar verstanden wird, ob von einer Kollegin in Mumbai oder einem Kunden in Marseille.


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