
Warum sind englische Redewendungen (idioms) und Phrasal Verbs so schwer?
Englische Redewendungen (idioms) sind oft verwirrend, weil sie wörtlich keinen Sinn ergeben.
- „Kick the bucket“ heißt nicht, dass jemand einen Eimer tritt, sondern dass jemand stirbt.
- „It’s a piece of cake“ hat nichts mit Kuchen zu tun, sondern bedeutet, dass etwas einfach ist.
Für Muttersprachler sind solche Ausdrücke völlig normal. Für Lernende wirken sie wie ein Rätsel.
Ähnlich ist es mit Phrasal Verbs, also Verben plus kleinem Anhängsel wie „up“, „off“ oder „after“. Das Anhängsel verändert die Bedeutung oft komplett: „give up“ heißt aufgeben, „look after“ heißt sich kümmern, „put off“ heißt verschieben. Wörtlich übersetzen hilft hier selten weiter, und genau das macht sie knifflig.
Aber keine Sorge: Sie müssen nicht jedes Rätsel lösen.
Wann sie wichtig sind – und wann nicht
Wenn Sie oft mit Muttersprachlern arbeiten, hilft es, ein paar Redewendungen zu kennen. Sie tauchen häufig in Meetings, E-Mails und Gesprächen auf:
- „Let’s get the ball rolling.“ – Lass uns anfangen.
- „Wrap it up.“ – Zeit, etwas zu beenden.
- „Keep an eye on it.“ – Etwas im Auge behalten.
Wenn Sie dagegen vor allem mit anderen Nicht-Muttersprachlern sprechen, brauchen Sie sich um Redewendungen und Phrasal Verbs kaum zu kümmern. Klare, direkte Sprache ist da oft sogar besser: „to feel ill“ statt „to be under the weather“, „to be busy“ statt „to be snowed under“.
Wie Sie Redewendungen lernen, wenn Sie sie brauchen
Drei einfache Wege:
- Fangen Sie mit den Basics an. Lernen Sie die häufigsten Redewendungen aus Ihrem Alltag, etwa „Take the lead“ (die Führung übernehmen) oder „Touch base“ (sich melden).
- Lernen Sie im Kontext. Wenn Sie einen Ausdruck hören, schreiben Sie ihn auf, suchen Sie ein Beispiel und verwenden Sie ihn selbst einmal in einem Satz.
- Fragen Sie nach. Vielen Muttersprachlern ist gar nicht bewusst, wie verwirrend Redewendungen sein können. Erklären tun sie sie aber gern.
- Fragen Sie eine KI. Hören Sie eine Redewendung, die Sie nicht einordnen können, lassen Sie sie sich kurz erklären, mit einem Beispiel aus dem Berufsalltag. So verstehen Sie sie in Ruhe am Schreibtisch, statt im Meeting zu rätseln.
Fazit: Lernen Sie, was für Sie wirklich zählt.
Am Ende zählt nur eins: Sie lernen Englisch, um sich zu verständigen, nicht, um ein wandelndes Redewendungs-Wörterbuch zu sein.
Erleichtern Redewendungen Ihnen das Leben, lernen Sie sie, Schritt für Schritt. Stressen sie Sie mehr, als sie helfen, konzentrieren Sie sich auf klare, praktische Kommunikation.
Sprechen Sie einfach und sprechen Sie ruhig. Mehr braucht es nicht.


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