Brauchen Sie English Idioms? Kommt darauf an, mit wem Sie arbeiten

Brauchen Sie English Idioms? Kommt darauf an, mit wem Sie arbeiten

Brauchen Sie English Idioms? Kommt darauf an, mit wem Sie arbeiten

Let’s touch base.” „We need to circle back on this.” „That won’t move the needle.”

Sie sitzen im Call, alle nicken, und Sie fragen sich, was gerade beschlossen wurde. Idioms bedeuten nicht, was sie wörtlich sagen. Kick the bucket hat nichts mit einem Eimer zu tun, a piece of cake nichts mit Kuchen. Für Muttersprachler sind diese Ausdrücke völlig normal, für alle anderen sind sie ein Rätsel mitten im Satz.

Ob Sie Idioms brauchen, hängt davon ab, mit wem Sie sprechen

Benutzen müssen Sie sie nie. In einem Meeting mit Kolleginnen aus Warschau, Mumbai und Lyon sind sie eher Ballast, wie ich hier beschrieben habe. To feel ill trägt weiter als to be under the weather, to be busy weiter als to be snowed under.

Und verstehen? Auch das nur, wenn Ihr Alltag es verlangt. Wenn Ihre internationalen Gespräche zwischen Nicht-Muttersprachlern stattfinden, hören Sie diese Wendungen kaum, und dann ist jede Minute, die Sie in Redewendungen stecken, an der falschen Stelle investiert.

Anders sieht es aus, wenn Sie regelmäßig mit Amerikanern, Briten oder Australiern zu tun haben, oder wenn Ihr Konzern eine amerikanische Muttergesellschaft hat und die Sprache von dort mitkommt. Dann fallen diese Wendungen ständig:

  • Let’s get the ball rolling. – Fangen wir an.
  • Let’s wrap it up. – Kommen wir zum Ende.
  • Keep an eye on it. – Behalten Sie es im Blick.
  • Let’s circle back on this. – Die freundliche Vertröstung.

Prüfen Sie es an Ihrem eigenen Kalender: Wie viele Ihrer englischen Termine der letzten zwei Wochen waren mit Muttersprachlern? Wenn die Antwort „keiner” lautet, können Sie den nächste4n Abschnitt überspringen und beim übernächsten weiterlesen.

Phrasal Verbs sind etwas anderes

Denn die können Sie nicht umgehen. Ein Verb plus kleinem Anhängsel, und die Bedeutung ändert sich komplett: give up heißt aufgeben, look after heißt sich kümmern, put off heißt verschieben. Wörtlich übersetzen hilft nie.

Der Unterschied zu den Idioms: A piece of cake können Sie durch easy ersetzen. Für put off gibt es keine einfachere Alternative, die im Gespräch genauso natürlich wirkt. Phrasal Verbs sind das normale Englisch, nicht der Schmuck darauf, und sie kommen in jedem englischen Gespräch vor, mit wem auch immer.

Wenn Sie sich also für eines von beidem entscheiden müssen: Phrasal Verbs zuerst.

Wie ChatGPT dabei tatsächlich hilft

Nicht mit „Erkläre mir Idioms”. Je genauer Sie fragen, desto brauchbarer die Antwort. Drei Prompts, die funktionieren:

I’m a German project manager working with US colleagues. Explain the phrase ‘move the needle’ in simple English, then give me three example sentences from a project meeting.
Here are four phrases I heard this week: touch base, circle back, low-hanging fruit, take it offline. For each one: what does it mean, and would a non-native speaker sound natural using it, or should I only understand it?
I want to say that the deadline is unrealistic without sounding negative. Give me two ways a British colleague might actually say this in a meeting.

Der letzte Prompt ist der wertvollste. Er fragt nicht nach der Bedeutung, sondern nach dem Gebrauch, und darin ist die KI erstaunlich gut.

Wo sie aufhört: Bei den Nuancen. Ein Satz kann grammatisch einwandfrei sein und trotzdem nicht klingen wie etwas, das ein Mensch in dieser Situation sagen würde. Das merken Sie erst, wenn Sie ihn laut lesen oder wenn es jemand hört. Deshalb halte ich es so: die KI als Sparringspartnerin, nicht als letzte Instanz.

Und noch etwas: Fragen Sie einfach nach

Den meisten Muttersprachlern ist überhaupt nicht bewusst, wie undurchsichtig ihre Wendungen sind. „What do you mean by circle back?” ist keine peinliche Frage, sondern eine, auf die die meisten gern antworten. Nebenbei erfahren Sie, ob gerade eine Zusage oder eine Vertröstung im Raum stand — und das steht selten in einem Wörterbuch.

Eine Sache für diese Woche

Sammeln Sie drei Wendungen, die Sie in Ihren echten Calls gehört und nicht verstanden haben. Nur drei, aus Ihrem eigenen Arbeitsalltag. Lassen Sie sie sich erklären und sagen Sie jede einmal laut. Das ist mehr wert als jede Liste mit fünfzig Redewendungen, von denen Sie achtundvierzig nie hören werden.

Sie lernen Englisch, um sich zu verständigen, nicht um ein wandelndes Redewendungs-Wörterbuch zu werden.

Wenn Sie das mit jemandem üben wollen, der auch die Nuancen hört: Die Speak Easy Sessions sind kostenlos, und im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob eine Zusammenarbeit für Sie passt.