„Sounds good” und das war’s? Warum Sie sich von perfekter Grammatik lösen sollten

„Sounds good” und das war’s? Warum Sie sich von perfekter Grammatik lösen sollten

„Sounds good” und das war’s? Warum Sie sich von perfekter Grammatik lösen sollten

Kennen Sie das? Sie sitzen gefühlte Ewigkeiten an einer E-Mail, feilen an jedem Komma, wägen jedes Wort ab – und bekommen als Antwort nur ein knappes „Sounds good“.

Frustrierend, oder? Willkommen in der Perfektionismus-Falle.

Warum Perfektion Sie blockiert

Hand aufs Herz: Wie oft zerbrechen Sie sich den Kopf, ob es „who“ oder „whom“ heißt, grübeln über das Komma vor „und“ oder zweifeln am ganzen Satzbau?

Grammatik ist wichtig, klar. Aber im Business-Alltag wird diese Besessenheit oft zum Hindernis. Statt klar zu kommunizieren, bremsen Sie sich aus, nur um bloß keinen Fehler zu machen.

Niemand zählt Ihre Kommata. Ihre Botschaft zählt.

Warum perfekte Grammatik nicht immer nötig ist

In der Uni mag perfekte Grammatik Pflicht sein. Im Job aber – ob in Teams, WhatsApp oder Zoom – zählen Tempo und Klarheit. Zu steife, förmliche Formulierungen wirken schnell unnatürlich und distanziert.

Eine Nachricht wie „I wanted to contact you regarding this matter to explore potential synergies“ klingt wie ein Brief aus den 90ern.

Lockerer geht es so: „I wanted to reach out to discuss how we could work together.“ Persönlich, klar, verständlich.

So wird Ihre Kommunikation natürlicher

Vier Wege, sich von der Perfektion zu lösen:

  1. Halten Sie es kurz. Lange, verschachtelte Sätze sind schwer zu lesen. Zerlegen Sie sie. Statt „I am writing to inform you that, owing to unforeseen circumstances, the meeting will need to be postponed“ genügt: „Something came up, so let’s move the meeting.
  2. Schreiben Sie, wie Sie sprechen. Wörter wie „great“ oder „okay“ sind völlig in Ordnung. „That’s great“ klingt natürlicher als „This is marvellous“.
  3. Fangen Sie Sätze ruhig mit „and“ oder „but“ an. Das klingt natürlicher und weniger förmlich. Beispiel: „But I wasn’t ready yet.
  4. Lassen Sie Präpositionen am Satzende zu. Manchmal ist das genau die Stelle, an die sie gehören. Beispiel: „This is exactly what I was looking for.

Was wirklich zählt: verständlich sein

Wenn Sie das nächste Mal an einer E-Mail festhängen, fragen Sie sich: „Versteht mein Gegenüber, was ich sagen will?

Wenn die Antwort ja ist, brauchen Sie sich über perfekte Grammatik keine Gedanken zu machen. Ihre Kolleg:innen und Kund:innen schätzen Ihre Persönlichkeit mehr als ein perfekt gesetztes Semikolon.

Trauen Sie sich, klar und menschlich zu schreiben. Genau das baut echte Beziehungen im Business auf.

Schreiben Sie einfach los.

Testen Sie es gleich: Schreiben Sie Ihre nächste Nachricht so, wie Sie sie am Telefon sagen würden. Klingt natürlicher? Genauso soll es sein.

Klartext statt Buzzwords: So sprechen Sie besseres Englisch im Business

Klartext statt Buzzwords: So sprechen Sie besseres Englisch im Business

Klartext statt Buzzwords: So sprechen Sie besseres Englisch im Business

Kennen Sie das? Ein Kollege redet im Meeting, die Sätze sind lang und geschliffen, aber am Ende weiß niemand so genau, worum es eigentlich ging.

„We must leverage our core competencies to facilitate impactful innovation and maximise stakeholder alignment.“

Klingt beeindruckend, oder? Nur: Was heißt das eigentlich?

Genau da liegt das Problem. Viele verstecken sich hinter Business-Buzzwords, weil sie glauben, das klinge professionell. Dabei klingt man nicht klüger, man wird nur schwerer verstanden.

Warum Business-Buzzwords niemandem helfen

Die besten Ideen bringen nichts, wenn niemand sie versteht. Die Folge sind Missverständnisse, Verwirrung und verlorene Zeit.

Klartext ist effizienter und zeigt Respekt vor Ihrem Gegenüber.

  • Ein Kunde, der Ihre Botschaft nicht versteht, kauft nicht.
  • Ein Kollege, der Ihre Strategie nicht nachvollzieht, setzt sie nicht um.

Einfachheit ist keine Schwäche, sondern der Schlüssel zu guter Kommunikation.

Die Kunst der Einfachheit: 5 Prinzipien

Wie gelingt Klartext? Halten Sie sich an diese fünf Regeln:

  1. Sagen Sie, was Sie meinen. Sprechen Sie direkt. Streichen Sie alles Überflüssige.
  2. Meinen Sie, was Sie sagen. Leere Phrasen überzeugen niemanden.
  3. Kommen Sie auf den Punkt. Lange Schachtelsätze führen zu nichts, kurze Sätze wirken stärker.
  4. Erklären Sie es so, dass es jeder versteht. Ihre Botschaft sollte für alle klar sein, vom Azubi bis zum CEO.
  5. Verzichten Sie auf Füllwörter und Floskeln. Wörter wie „basically“, „kind of“ oder „essentially“ schwächen Ihre Botschaft nur.

Ein Beispiel: So klingt Klartext im Business

Kompliziert: „We are initiating a change process to optimise cross-departmental collaboration.
Einfach: „We are improving teamwork between departments.

Kompliziert: „Our goal is to develop a scalable solution for digital transformation.“
Einfach: „We are building software to help our company go digital.“

Kompliziert: „I would like to ascertain whether we have alignment regarding the implementation timeline.
Einfach: „Are we all okay with the schedule?

Der Unterschied? Die einfache Version versteht jeder sofort. Nichts muss interpretiert werden, nichts geht verloren.

Warum Klartext Professionalität zeigt

Klartext ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil:

  • Er zeigt, dass Sie Ihre eigene Botschaft verstanden haben.
  • Er zeigt, dass Sie Ihren Worten zutrauen, ohne Floskeln zu wirken.

Also: Trauen Sie sich, einfach zu sein. Streichen Sie heute ein Business-Buzzword aus Ihrem Wortschatz. Sagen Sie im nächsten Meeting genau, was Sie meinen, ohne Umwege.

Ihre Kolleg:innen, Kund:innen und Mitarbeitenden werden es Ihnen danken.

Welches Buzzword streichen Sie zuerst?

Warum sind englische Redewendungen (idioms) und Phrasal Verbs so schwer?

Warum sind englische Redewendungen (idioms) und Phrasal Verbs so schwer?

Warum sind englische Redewendungen (idioms) und Phrasal Verbs so schwer?

Englische Redewendungen (idioms) sind oft verwirrend, weil sie wörtlich keinen Sinn ergeben.

  • Kick the bucket“ heißt nicht, dass jemand einen Eimer tritt, sondern dass jemand stirbt.
  • It’s a piece of cake“ hat nichts mit Kuchen zu tun, sondern bedeutet, dass etwas einfach ist.

Für Muttersprachler sind solche Ausdrücke völlig normal. Für Lernende wirken sie wie ein Rätsel.

Ähnlich ist es mit Phrasal Verbs, also Verben plus kleinem Anhängsel wie „up“, „off“ oder „after“. Das Anhängsel verändert die Bedeutung oft komplett: „give up“ heißt aufgeben, „look after“ heißt sich kümmern, „put off“ heißt verschieben. Wörtlich übersetzen hilft hier selten weiter, und genau das macht sie knifflig.

Aber keine Sorge: Sie müssen nicht jedes Rätsel lösen.

Wann sie wichtig sind – und wann nicht

Wenn Sie oft mit Muttersprachlern arbeiten, hilft es, ein paar Redewendungen zu kennen. Sie tauchen häufig in Meetings, E-Mails und Gesprächen auf:

  • Let’s get the ball rolling.“ – Lass uns anfangen.
  • „Wrap it up.“ – Zeit, etwas zu beenden.
  • Keep an eye on it.“ – Etwas im Auge behalten.

Wenn Sie dagegen vor allem mit anderen Nicht-Muttersprachlern sprechen, brauchen Sie sich um Redewendungen und Phrasal Verbs kaum zu kümmern. Klare, direkte Sprache ist da oft sogar besser: „to feel ill“ statt „to be under the weather“, „to be busy“ statt „to be snowed under“.

Wie Sie Redewendungen lernen, wenn Sie sie brauchen

Drei einfache Wege:

  1. Fangen Sie mit den Basics an. Lernen Sie die häufigsten Redewendungen aus Ihrem Alltag, etwa „Take the lead“ (die Führung übernehmen) oder „Touch base“ (sich melden).
  2. Lernen Sie im Kontext. Wenn Sie einen Ausdruck hören, schreiben Sie ihn auf, suchen Sie ein Beispiel und verwenden Sie ihn selbst einmal in einem Satz.
  3. Fragen Sie nach. Vielen Muttersprachlern ist gar nicht bewusst, wie verwirrend Redewendungen sein können. Erklären tun sie sie aber gern.
  4. Fragen Sie eine KI. Hören Sie eine Redewendung, die Sie nicht einordnen können, lassen Sie sie sich kurz erklären, mit einem Beispiel aus dem Berufsalltag. So verstehen Sie sie in Ruhe am Schreibtisch, statt im Meeting zu rätseln.

Fazit: Lernen Sie, was für Sie wirklich zählt.

Am Ende zählt nur eins: Sie lernen Englisch, um sich zu verständigen, nicht, um ein wandelndes Redewendungs-Wörterbuch zu sein.

Erleichtern Redewendungen Ihnen das Leben, lernen Sie sie, Schritt für Schritt. Stressen sie Sie mehr, als sie helfen, konzentrieren Sie sich auf klare, praktische Kommunikation.

Sprechen Sie einfach und sprechen Sie ruhig. Mehr braucht es nicht.

Sie sprechen fließender, als Sie denken

Sie sprechen fließender, als Sie denken

Sie sprechen fließender, als Sie denken

Wer eine neue Sprache lernt, hat meist ein großes Ziel vor Augen: sie fließend zu beherrschen.

Aber was heißt das eigentlich, „fließend sprechen“ ? Ist das wirklich ein unerreichbares Ideal?

Die gute Nachricht: Sie sprechen fließender, als Sie vielleicht glauben.

Was bedeutet Sprachfluss wirklich?

Auf den ersten Blick scheint die Sache klar. Fließend sprechen heißt: ohne Pausen, ohne Fehler, ohne Zögern. Perfekt und mühelos, immer weiter.

Nur: Ist das realistisch? Nicht einmal Muttersprachler sprechen so. Auch sie verhaspeln sich ständig, machen Fehler, setzen ein „ähm“ ein, halten mitten im Satz inne und korrigieren sich. Und trotzdem entschuldigt sich niemand dafür, die eigene Sprache nicht „perfekt“ zu sprechen. Warum also Sie?

Fehler sind keine Feinde

Wenn Sie zögern, nach einem Wort suchen oder ein „ähm“ einschieben, sagt das nichts über Ihr Niveau aus. Es zeigt nur, dass Sie denken, genau wie ein Muttersprachler.

Und diese kleinen Stolperer sind nicht nur normal, sie sind nützlich. Pausen und Füllwörter geben Ihrem Gegenüber Zeit, das Gehörte zu verarbeiten. Was Sie für „Fehler“ halten, hilft anderen oft, Sie besser zu verstehen.

Sprachfluss heißt: verstanden werden

Lassen Sie mich Ihnen eine andere Definition anbieten. Sprachfluss bedeutet, dass Sie sich verständlich machen.

Das kann ein einfaches „No, thanks“ im Supermarkt sein. Oder eine Präsentation im Büro, die Ihr Publikum überzeugt.

Entscheidend ist nicht der fehlerfreie, komplexe Satz, sondern dass Ihr Gegenüber versteht, was Sie meinen. Und das können Sie schon jetzt.

Sprache ist wie ein Fluss.

Denken Sie an einen Fluss. Mal plätschert er ruhig dahin, mal muss er über Steine. Aber er fließt weiter. Genau wie Sie: Mit jedem Gespräch wird es leichter, und Sie sind schon viel weiter, als Sie glauben.

Also: Hören Sie auf, sich zu entschuldigen. Üben Sie, reden Sie, machen Sie Fehler.

Sprachfluss ist nicht das Ziel. Er ist der Weg.

5 clevere Strategien, wenn Ihnen ein Wort auf Englisch nicht einfällt

5 clevere Strategien, wenn Ihnen ein Wort auf Englisch nicht einfällt

5 clevere Strategien, wenn Ihnen ein Wort auf Englisch nicht einfällt

Stellen Sie sich vor: Sie sind in einem englischen Café. Sie möchten Kekse zu Ihrem Kaffee bestellen, aber das Wort „biscuits“ fällt Ihnen einfach nicht ein. Sie fühlen sich blockiert. Der Kopf? Leer.

Es wird eng, und dann sagen Sie:

  • I would like something sweet to eat.
  • Do you have those small sweet things?

Der Kellner versteht Sie, und voilà, Sie bekommen Ihre „biscuits“.

Genau das ist gelungene Kommunikation. Nicht jedes Wort perfekt zu kennen, sondern verstanden zu werden.

Fünf Strategien, mit denen Sie solche Momente locker meistern, auf jedem Niveau. Und Sie können sie sofort anwenden.

1. Verwandte Wörter nutzen

Sie kennen das Wort nicht? Kein Problem, nehmen Sie ein verwandtes.

  • Statt „delighted“ sagen Sie: „I am very happy.“
  • Statt „sneakers“ reicht: „sports shoes“ oder einfach „shoes“.

Perfekt? Vielleicht nicht. Aber Ihr Gegenüber versteht Sie. Und mehr braucht es nicht.

2. Die „Not + Gegenteil“-Methode

Denken Sie an das Gegenteil des gesuchten Wortes und setzen Sie „not“ davor.

  • Sie wollen „ugly“ sagen, wissen aber nicht, wie? Sagen Sie: „It’s not beautiful.
  • Sie suchen „difficult“? Sagen Sie: „It’s not easy.

Schon werden Sie verstanden.

3. Erst die große Idee

Wenn Ihnen ein Wort nicht einfällt, beginnen Sie mit der Kategorie. Beschreiben Sie grob, worum es geht, bevor Sie ins Detail gehen.

  • Sie suchen „spanner“? Sagen Sie: „I need a tool.“ Ihr Gegenüber versteht Sie oder hilft Ihnen weiter.

4. Körpersprache einsetzen

Vergessen Sie den Mythos, dass Gestikulieren „unprofessionell“ sei. Ihre Hände verstärken Ihre Botschaft.

  • Zeigen Sie mit den Händen, wie groß oder klein etwas ist: „It’s about this big.
  • Machen Sie eine Bewegung vor: „You press it like this …

Gesten machen Kommunikation klarer, und oft auch lustiger.

5. Die „For“-Formel

Meine Lieblingsstrategie: Nehmen Sie ein einfaches Wort und ergänzen Sie es mit „for“.

  • Aus „scissors“ wird „a thing for cutting paper“.
  • Aus „remote control“ wird „the thing for the TV“.
  • Aus „mechanic“ wird „a person for fixing cars“.

Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber. Sie werden verstanden, und darauf kommt es an.

Bonus: Die richtige Einstellung

Ein Wort nicht zu kennen heißt nicht, dass Sie schlecht in Englisch sind. Es heißt nur, dass Sie noch lernen, wie alle anderen auch.

Vergleichen Sie:

Statt „Uh… um… I’m looking for… wait… what’s the word… uh… bak… uh… bakery?

Besser: „Excuse me, I’m looking for a shop for bread.

Die zweite Version ist kein schlechteres Englisch. Sie ist gelungene Kommunikation. Das Wort lernen Sie später noch.

Gelungene Kommunikation heißt nicht, jedes Wort zu kennen. Sie heißt, kreativ und ruhig das Beste aus Ihrem Wortschatz zu machen. Also keine Sorge vor Wortlücken. Sie haben schon alles, was Sie brauchen.

KI kann viel für Ihr Englisch tun. Eines nicht.

KI kann viel für Ihr Englisch tun. Eines nicht.

KI kann viel für Ihr Englisch tun. Eines nicht.

Seien wir ehrlich: KI ist erstaunlich gut im Umgang mit Sprache. Sie übersetzt, korrigiert, formuliert um. Und für einen großen Teil Ihrer englischen Arbeit ist sie genau das richtige Werkzeug.

Geben Sie ihr das Geschriebene. Eine E-Mail, die klarer klingen soll. Ein Satz, für den Ihnen das passende Wort fehlt. Ein Text, dessen Ton zu steif geraten ist. All das passiert an Ihrem Schreibtisch, mit Zeit und in Ruhe. Sie tippen, lesen, überarbeiten. Da hilft eine KI schnell und zuverlässig, und dafür müssen Sie sich nicht entschuldigen.

Nur: Das ist nicht die Stelle, an der die meisten ins Stocken geraten.

Das passiert woanders. Im Meeting, wenn jemand unerwartet eine Frage stellt und Sie eine halbe Sekunde Zeit haben. Im Call, wenn die Diskussion das Tempo wechselt. In dem Moment, in dem Ihr Kopf leer wird, obwohl Sie das alles auf Englisch längst können.

Hier endet, was eine KI für Sie tun kann.

Sie kann Ihnen vorher ein perfektes Skript schreiben. Dabei sein, wenn Sie es brauchen, kann sie nicht. Sie sieht nicht, wie Sie im entscheidenden Augenblick zögern. Sie hört nicht, dass Ihre Stimme enger wird. Und den inneren Korrektor, der Sie genau dann ausbremst, kann sie nicht stoppen.

Die Grenze verläuft also recht klar: KI fürs Geschriebene, ein Mensch fürs Gesprochene. Das eine bereiten Sie in Ruhe vor. Das andere entsteht live, unter Druck, im Raum.

Nutzen Sie KI also ruhig für alles, was an Ihrem Schreibtisch liegt. Aber das, was darüber entscheidet, wie Sie unter Druck rüberkommen, passiert nicht am Bildschirm. Es passiert im Gespräch, und genau daran arbeite ich mit Ihnen.

Wenn Sie das üben möchten, kommen Sie gern zu meinem nächsten Speak Easy Sessions. Echtes Sprechen, in entspannter Runde, ohne Skript.